Was kostet ein externer Brandschutzbeauftragter?
Ein externer Brandschutzbeauftragter hat keinen einheitlichen Pauschalpreis. Der tatsächliche Aufwand hängt unter anderem von Gebäude, Nutzung, Anzahl der Standorte, Personenaufkommen, vorhandener Brandschutzorganisation und den konkret übertragenen Aufgaben ab.
Damit Sie trotzdem einschätzen können, welche Kosten für Ihr Unternehmen entstehen können, zeigen wir auf dieser Seite konkrete Beispielkalkulationen anhand realistischer Unternehmensstrukturen.
Die Beispiele orientieren sich an real existierenden Betriebsarten und typischen Betreuungssituationen. Unternehmensnamen werden bewusst nicht genannt.
Kurz erklärt: Was kostet ein externer Brandschutzbeauftragter
Die Kosten eines externen Brandschutzbeauftragten richten sich nach dem tatsächlichen Betreuungsaufwand. Entscheidend sind insbesondere Anzahl und Größe der Standorte, Nutzung des Gebäudes, Personenaufkommen, Brandgefährdungen, vorhandene Brandschutzunterlagen und die übernommenen Aufgaben.
Bei CPTraining wird die Betreuung deshalb individuell kalkuliert. Die nachfolgenden Praxisbeispiele zeigen, wie sich eine solche Kalkulation konkret zusammensetzen kann.
Stand der Beispielkalkulationen: August 2026
Wovon hängen die Kosten eines Brandschutzbeauftragten ab?
Größe und Anzahl der Standorte
Ein einzelner überschaubarer Standort verursacht in der Regel einen anderen Betreuungsaufwand als mehrere Betriebsstätten mit unterschiedlichen Nutzungen.
Nutzung des Gebäudes
Büro, Hotel, Verkaufsstätte, Produktion, medizinische Einrichtung oder Freizeitbetrieb stellen unterschiedliche Anforderungen an die Brandschutzorganisation.
Personen und Publikumsverkehr
Nicht nur die Zahl der Beschäftigten ist relevant. Besonders bei Kunden, Gästen, Patienten oder anderen ortsunkundigen Personen kann die organisatorische Komplexität steigen.
Vorhandene Unterlagen
Aktuelle Brandschutzordnungen, Flucht- und Rettungspläne, Brandschutzkonzepte und dokumentierte Begehungen können den Einstieg erheblich erleichtern.
Betreuungsumfang
Entscheidend ist, welche Aufgaben tatsächlich übertragen werden und wie häufig Begehungen, Abstimmungen und Dokumentationsprüfungen erforderlich sind.
Besondere Risiken
Werkstätten, Küchen, Lagerbereiche, Veranstaltungen, technische Anlagen oder besondere Betriebsabläufe können zusätzlichen Abstimmungsbedarf verursachen.
Konkrete Kostenbeispiele aus der Praxis
Eine Preisangabe wie „ab 99 Euro im Monat“ hilft einem Unternehmen nur begrenzt, wenn nicht erkennbar ist, welche Betriebsgröße und welcher Leistungsumfang dahinterstehen.
Deshalb gehen wir einen anderen Weg.
Die folgenden Beispiele zeigen konkrete Unternehmenssituationen und den dafür kalkulierten Betreuungsumfang. So können Sie vergleichen, welches Beispiel Ihrem eigenen Unternehmen am nächsten kommt.
Wichtig: Die dargestellten Preise sind Beispielkalkulationen und keine verbindlichen Pauschalangebote. Schon kleine Unterschiede bei Gebäude, Nutzung, vorhandenen Unterlagen oder Aufgaben können den tatsächlichen Betreuungsaufwand verändern.
Welches Beispiel passt zu Ihrem Unternehmen?
Wählen Sie ein vergleichbares Unternehmen und sehen Sie, wie sich der Betreuungsaufwand und die Kosten zusammensetzen.
1.000 bis 3.000 m²
300+ Besucher
800 bis 1.500 m²
unter 20 Mitarbeitende
31 bis 49 Zimmer
Tagung + Restaurant
26 bis 40 Plätze
500 bis 1.000 m²
3 Standorte
ca. 350 Beschäftigte
12 Mitarbeitende
3 Hebebühnen
Darauf können Sie sich bei CPTraining verlassen
Brandschutzbeauftragter
Fachkompetenz für betrieblichen Brandschutz
Rechts- und normorientiert
Sinnvoll und Praxisnah gearbeitet
Seit 2009
Vertrauen auf CPTraining
PRAXISBEISPIEL 1
Funsporthalle mit hohem Besucheraufkommen
Dieses Beispiel orientiert sich an der Betriebsstruktur einer realen Funsporthalle. Der Unternehmensname wird bewusst nicht genannt. Die Angaben wurden für die Beispielkalkulation zusammengefasst und dienen der Orientierung.
1 Standort
1.000 bis 3.000 m²
300+ Besucher
Freizeitbetrieb
Ausgangssituation
Bei einer Funsporthalle entsteht der Betreuungsbedarf nicht allein durch die Größe des Gebäudes. Entscheidend ist insbesondere das hohe und wechselnde Besucheraufkommen.
• viele wechselnde und überwiegend ortsunkundige Besucher
• zeitweise hohe Auslastung des Gebäudes
• unterschiedliche Nutzungs- und Funktionsbereiche
• besondere Anforderungen an Alarmierung und Räumungsorganisation
• regelmäßige Prüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation erforderlich
Beispielkalkulation
590 € netto / Monat
7.080 € netto pro Jahr
Beispielpreis für den dargestellten Betreuungsumfang.
Wie setzt sich die Betreuung zusammen?
| Leistung | kalkulierter Aufwand |
|---|---|
| Grundaufnahme und Prüfung vorhandener Brandschutzunterlagen | ca. 8 Std. |
| Brandschutzbegehungen inkl. Vor- und Nachbereitung | ca. 16 Std./Jahr |
| Dokumentation und Maßnahmenverfolgung | ca. 12 Std./Jahr |
| Beratung und Abstimmung | ca. 10 Std./Jahr |
| Überprüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation | ca. 6 Std./Jahr |
| Zeitreserve für laufende brandschutzfachliche Fragestellungen | ca. 4 Std./Jahr |
| Gesamt: | ca. 56 Stunden im ersten Betreuungsjahr |
Hinweis zum Zeitumfang: Die angegebenen Stunden dienen als kalkulatorische Grundlage für dieses Praxisbeispiel. Sie stellen kein festes Stundenkontingent dar. Der tatsächliche Aufwand kann sich im Verlauf der Betreuung abhängig von betrieblichen Veränderungen und konkreten Fragestellungen verschieben.
Warum benötigt eine Funsporthalle diesen Betreuungsumfang?
Eine Funsporthalle kann aufgrund ihrer Größe, Nutzung, Raumaufteilung oder der Anzahl gleichzeitig anwesender Personen als Sonderbau einzuordnen sein. Je nach konkreter Nutzung und baulicher Ausgestaltung können darüber hinaus besondere Anforderungen für Versammlungsstätten relevant werden.
Hinzu kommt, dass sich eine Funsporthalle deutlich von einem klassischen Büro- oder Verwaltungsbetrieb unterscheidet. Ein großer Teil der anwesenden Personen sind Besucher, die das Gebäude, die Flucht- und Rettungswege sowie die betrieblichen Abläufe nicht kennen.
Gleichzeitig kann sich die Zahl der anwesenden Personen abhängig von Wochentag, Veranstaltung und Auslastung erheblich verändern. Für die betriebliche Brandschutzorganisation sind deshalb insbesondere Alarmierung, Flucht- und Rettungswege, organisatorische Maßnahmen sowie die Aufgaben der Beschäftigten im Brandfall relevant.
Auch Veränderungen im laufenden Betrieb können Auswirkungen auf den Brandschutz haben. Neue Nutzungsbereiche, veränderte Raumaufteilungen, zusätzliche Einrichtungen oder geänderte Betriebsabläufe sollten deshalb in die laufende brandschutzfachliche Betreuung einbezogen werden.
Enthalten
✓ laufende brandschutzfachliche Beratung
✓ regelmäßige Brandschutzbegehungen
✓ Prüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation
✓ Dokumentation festgestellter Punkte
✓ Nachverfolgung vereinbarter Maßnahmen
✓ Abstimmung mit den betrieblich Verantwortlichen
✓ Zeitreserve für kurzfristige brandschutzfachliche Fragestellungen
Nicht automatisch enthalten
Die laufende Betreuung ersetzt nicht automatisch zusätzliche Projekt- oder Einzelleistungen. Je nach Unternehmen können beispielsweise gesondert erforderlich sein:
○ vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung von Flucht- und Rettungsplänen
○ vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung einer Brandschutzordnung
○ zusätzliche umfangreiche Projektleistungen außerhalb der laufenden Betreuung
○ Brandschutzhelfer-Ausbildungen und weitere Schulungen
○ Leistungen, die aufgrund größerer baulicher oder betrieblicher Veränderungen zusätzlich erforderlich werden
Wichtig: Dies ist eine Beispielkalkulation
Die dargestellten 590 € netto pro Monat sind kein allgemeingültiger Pauschalpreis für Funsporthallen.
Die Kalkulation orientiert sich an der hier beschriebenen Betriebsstruktur mit einem Standort, etwa 1.000 bis 3.000 m² Fläche und einem zeitweise hohen Besucheraufkommen.
Der tatsächliche Betreuungsaufwand kann abhängig von Gebäude, Nutzung, Personenaufkommen, vorhandenen Brandschutzunterlagen, betrieblichen Besonderheiten und den konkret übertragenen Aufgaben niedriger oder höher ausfallen.
Vor einer Beauftragung wird der erforderliche Betreuungsumfang deshalb individuell betrachtet und kalkuliert.
PRAXISBEISPIEL 2
Supermarkt mit regelmäßigem Kundenverkehr
Dieses Beispiel orientiert sich an der Betriebsstruktur eines mittelgroßen Supermarktes. Der Unternehmensname wird bewusst nicht genannt. Die Angaben wurden für die Beispielkalkulation zusammengefasst und dienen der Orientierung.
1 Standort
800 bis 1.500 m²
unter 20 Mitarbeitende
Verkaufsbetrieb mit Kundenverkehr
Ausgangssituation
Bei einem Supermarkt treffen vergleichsweise überschaubare Betriebsstrukturen auf einen kontinuierlichen Publikumsverkehr. Während die Beschäftigten mit den Räumlichkeiten und betrieblichen Abläufen vertraut sind, halten sich während der Öffnungszeiten regelmäßig Kunden im Gebäude auf, die Flucht- und Rettungswege sowie interne Abläufe nicht kennen.
Für die laufende brandschutzfachliche Betreuung sind insbesondere folgende Punkte relevant:
• kontinuierlicher Kundenverkehr während der Öffnungszeiten
• Verkaufsflächen mit wechselnder Warenpräsentation
• Lager- und Nebenbereiche außerhalb der eigentlichen Verkaufsfläche
• Flucht- und Rettungswege innerhalb der Verkaufsbereiche
• betriebliche Abläufe bei Anlieferung, Lagerung und Warenbewegung
• regelmäßige Prüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation
Beispielkalkulation
390 € netto / Monat
4.680 € netto pro Jahr
Beispielpreis für den dargestellten Betreuungsumfang.
Wie setzt sich die Betreuung zusammen?
| Leistung | kalkulierter Aufwand |
|---|---|
| Grundaufnahme und Prüfung vorhandener Brandschutzunterlagen | ca. 6 Std. |
| Brandschutzbegehungen inkl. Vor- und Nachbereitung | ca. 10 Std./Jahr |
| Dokumentation und Maßnahmenverfolgung | ca. 8 Std./Jahr |
| Beratung und Abstimmung | ca. 6 Std./Jahr |
| Überprüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation | ca. 4 Std./Jahr |
| Zeitreserve für laufende brandschutzfachliche Fragestellungen | ca. 4 Std./Jahr |
| Gesamt: | ca. 38 Stunden im ersten Betreuungsjahr |
Hinweis zum Zeitumfang: Die angegebenen Stunden bilden die kalkulatorische Grundlage dieses Praxisbeispiels. Sie stellen kein festes Stundenkontingent dar. Der tatsächliche Aufwand kann sich abhängig von betrieblichen Veränderungen und konkreten Fragestellungen verschieben.
Warum benötigt ein Supermarkt diesen Betreuungsumfang?
Ein Supermarkt unterscheidet sich insbesondere durch den regelmäßigen Publikumsverkehr von einem klassischen Büro- oder Verwaltungsbetrieb. Während der Öffnungszeiten halten sich laufend Kunden im Gebäude auf, die mit den örtlichen Gegebenheiten, Fluchtwegen und betrieblichen Abläufen nicht vertraut sind.
Gleichzeitig verändern sich Verkaufsflächen regelmäßig. Warenaufbauten, Aktionsflächen, saisonale Präsentationen oder betriebliche Veränderungen können Auswirkungen auf Verkehrs- sowie Flucht- und Rettungswege haben und sollten deshalb auch aus brandschutzfachlicher Sicht berücksichtigt werden.
Neben der eigentlichen Verkaufsfläche gehören häufig Lager-, Personal-, Technik- oder Anlieferbereiche zum Betrieb. Dadurch müssen nicht nur öffentlich zugängliche Flächen, sondern auch interne Betriebsbereiche in die Betrachtung der Brandschutzorganisation einbezogen werden.
Veränderungen an Nutzung, Einrichtung oder betrieblichen Abläufen sollten deshalb auch während der laufenden Betreuung berücksichtigt werden.
Enthalten
✓ laufende brandschutzfachliche Beratung
✓ regelmäßige Brandschutzbegehungen
✓ Prüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation
✓ Dokumentation festgestellter Punkte
✓ Nachverfolgung vereinbarter Maßnahmen
✓ Abstimmung mit den betrieblich Verantwortlichen
✓ Zeitreserve für kurzfristige brandschutzfachliche Fragestellungen
Nicht automatisch enthalten
Die laufende Betreuung ersetzt nicht automatisch zusätzliche Projekt- oder Einzelleistungen. Je nach Unternehmen können beispielsweise gesondert erforderlich sein:
○ vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung von Flucht- und Rettungsplänen
○ vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung einer Brandschutzordnung
○ zusätzliche umfangreiche Projektleistungen außerhalb der laufenden Betreuung
○ Brandschutzhelfer-Ausbildungen und weitere Schulungen
○ Leistungen aufgrund größerer baulicher oder betrieblicher Veränderungen
Wichtig: Dies ist eine Beispielkalkulation
Die dargestellten 390 € netto pro Monat sind kein allgemeingültiger Pauschalpreis für Supermärkte.
Die Kalkulation orientiert sich an der hier beschriebenen Betriebsstruktur mit einem Standort, etwa 800 bis 1.500 m² Verkaufsfläche, weniger als 20 Mitarbeitenden und regelmäßigem Kundenverkehr.
Der tatsächliche Betreuungsaufwand kann abhängig von Gebäude, Nutzung, Kundenaufkommen, vorhandenen Brandschutzunterlagen, Lager- und Nebenbereichen, betrieblichen Besonderheiten und den konkret übertragenen Aufgaben niedriger oder höher ausfallen.
Vor einer Beauftragung wird der erforderliche Betreuungsumfang deshalb individuell betrachtet und kalkuliert.
PRAXISBEISPIEL 3
Tagungshotel mit Restaurantbetrieb
Dieses Beispiel orientiert sich an der Betriebsstruktur eines kleineren bis mittelgroßen Tagungshotels mit eigenem Restaurant. Der Unternehmensname wird bewusst nicht genannt. Die Angaben wurden für die Beispielkalkulation zusammengefasst und dienen der Orientierung.
1 Standort
31 bis 49 Zimmer
Übernachtungs- und Tagungsbetrieb
Restaurantbetrieb
Ausgangssituation
Bei einem Hotel treffen mehrere unterschiedliche Nutzungen innerhalb eines Betriebs aufeinander. Neben den Übernachtungsbereichen können Tagungsräume, Restaurant, Küche, Empfang, Lager- und Technikbereiche zum täglichen Betrieb gehören.
Besonders relevant ist, dass sich regelmäßig ortsunkundige Gäste im Gebäude aufhalten und der Beherbergungsbetrieb auch während der Nacht weiterläuft.
• regelmäßig wechselnde und ortsunkundige Übernachtungsgäste
• Nutzung des Gebäudes auch während der Nacht
• zusätzliche Tagungs- und Veranstaltungsbereiche
• Restaurant- und Küchenbetrieb
• unterschiedliche Nutzungs- und Funktionsbereiche
• wechselnde Personenbelegung abhängig von Übernachtungen, Veranstaltungen und Gastronomie
• regelmäßige Prüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation
Beispielkalkulation
490 € netto / Monat
5.880 € netto pro Jahr
Beispielpreis für den dargestellten Betreuungsumfang.
Wie setzt sich die Betreuung zusammen?
| Leistung | kalkulierter Aufwand |
|---|---|
| Grundaufnahme und Prüfung vorhandener Brandschutzunterlagen | ca. 8 Std. |
| Brandschutzbegehungen inkl. Vor- und Nachbereitung | ca. 12 Std./Jahr |
| Dokumentation und Maßnahmenverfolgung | ca. 9 Std./Jahr |
| Beratung und Abstimmung | ca. 8 Std./Jahr |
| Überprüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation | ca. 6 Std./Jahr |
| Zeitreserve für laufende brandschutzfachliche Fragestellungen | ca. 5 Std./Jahr |
| Gesamt: | ca. 48 Stunden im ersten Betreuungsjahr |
Hinweis zum Zeitumfang: Die angegebenen Stunden bilden die kalkulatorische Grundlage dieses Praxisbeispiels. Sie stellen kein festes Stundenkontingent dar. Der tatsächliche Aufwand kann sich abhängig von betrieblichen Veränderungen und konkreten Fragestellungen verschieben.
Warum benötigt ein Tagungshotel diesen Betreuungsumfang?
Das hier dargestellte Tagungshotel verfügt über mehr als 30 Gastbetten und ist damit in Bayern als Sonderbau einzuordnen. Für Beherbergungsstätten dieser Größenordnung gelten zudem die Anforderungen der Bayerischen Beherbergungsstättenverordnung.
Unabhängig davon stellt der laufende Hotelbetrieb besondere Anforderungen an die Brandschutzorganisation. Ein erheblicher Teil der anwesenden Personen sind wechselnde Übernachtungsgäste, die das Gebäude, die Flucht- und Rettungswege sowie die betrieblichen Abläufe nicht kennen.
Hinzu kommt, dass ein Hotel auch während der Nacht genutzt wird. Die Brandschutzorganisation muss daher auch Zeiträume berücksichtigen, in denen sich Gäste im Gebäude befinden, aber weniger Beschäftigte anwesend sind als während des Tages.
Bei einem Tagungshotel kommen zusätzliche wechselnde Personengruppen hinzu. Tagungen, Seminare oder Veranstaltungen können einzelne Bereiche zeitweise deutlich stärker auslasten. Restaurant und Küche bringen weitere betriebliche Abläufe und brandschutzrelevante Bereiche mit sich.
Veränderungen an Tagungsräumen, Möblierung, Nutzung, Gastronomie oder anderen betrieblichen Abläufen sollten deshalb in die laufende brandschutzfachliche Betreuung einbezogen werden.
Enthalten
✓ laufende brandschutzfachliche Beratung
✓ regelmäßige Brandschutzbegehungen
✓ Prüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation
✓ Dokumentation festgestellter Punkte
✓ Nachverfolgung vereinbarter Maßnahmen
✓ Abstimmung mit den betrieblich Verantwortlichen
✓ Berücksichtigung von Hotel-, Tagungs- und Restaurantbetrieb im Rahmen der laufenden Betreuung
✓ Zeitreserve für kurzfristige brandschutzfachliche Fragestellungen
Nicht automatisch enthalten
Die laufende Betreuung ersetzt nicht automatisch zusätzliche Projekt- oder Einzelleistungen. Je nach Betrieb können beispielsweise gesondert erforderlich sein:
○ vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung von Flucht- und Rettungsplänen
○ vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung einer Brandschutzordnung
○ zusätzliche umfangreiche Projektleistungen außerhalb der laufenden Betreuung
○ Brandschutzhelfer-Ausbildungen und weitere Schulungen
○ zusätzliche Begleitung größerer Veranstaltungen oder Sondernutzungen
○ Leistungen aufgrund größerer baulicher oder betrieblicher Veränderungen
Wichtig: Dies ist eine Beispielkalkulation
Die dargestellten 490 € netto pro Monat sind kein allgemeingültiger Pauschalpreis für Hotels.
Die Kalkulation orientiert sich an einem Tagungshotel mit 31 bis 49 Zimmern, mehr als 30 Gastbetten, einem Standort sowie Restaurant- und Tagungsbetrieb.
Der tatsächliche Betreuungsaufwand kann abhängig von Gebäudegröße, Bettenzahl, Gästeaufkommen, Anzahl und Größe der Veranstaltungsräume, Gastronomie, vorhandenen Brandschutzunterlagen, betrieblichen Besonderheiten und den konkret übertragenen Aufgaben niedriger oder höher ausfallen.
Vor einer Beauftragung wird der erforderliche Betreuungsumfang deshalb individuell betrachtet und kalkuliert.
PRAXISBEISPIEL 4
Ambulante Dialyse mit 26 bis 40 Behandlungsplätzen
Dieses Beispiel orientiert sich an der Betriebsstruktur einer größeren ambulanten Dialyseeinrichtung. Der Unternehmensname wird bewusst nicht genannt. Die Angaben wurden für die Beispielkalkulation zusammengefasst und dienen der Orientierung.
1 Standort
26 bis 40 Dialyseplätze
500 bis 1.000 m²
Ambulante medizinische Nutzung
Ausgangssituation
Bei einer Dialyseeinrichtung entsteht der Betreuungsbedarf weniger durch die reine Gebäudegröße als durch die besondere Nutzung. Während des laufenden Betriebs befinden sich gleichzeitig zahlreiche Patienten in mehrstündigen Behandlungen. Hinzu kommen Beschäftigte, medizinische Behandlungsplätze und technische Einrichtungen.
Im Brand- oder Räumungsfall können deshalb andere organisatorische Anforderungen entstehen als beispielsweise in einem Büro, Verkaufsbetrieb oder einer Freizeitstätte.
• gleichzeitig zahlreiche Patienten in laufender Behandlung
• mehrstündige Aufenthaltsdauer der Patienten
• medizinische Behandlungs- und Funktionsbereiche
• besondere Anforderungen an Alarmierung und Räumungsorganisation
• technische Einrichtungen und Versorgungsbereiche
• Abstimmung zwischen Brandschutzorganisation und medizinischen Betriebsabläufen
• regelmäßige Überprüfung und Anpassung organisatorischer Maßnahmen
Beispielkalkulation
790 € netto / Monat
9.480 € netto pro Jahr
Beispielpreis für den dargestellten Betreuungsumfang.
Wie setzt sich die Betreuung zusammen?
| Leistung | kalkulierter Aufwand |
|---|---|
| Grundaufnahme und Prüfung vorhandener Brandschutzunterlagen | ca. 10 Std. |
| Brandschutzbegehungen inkl. Vor- und Nachbereitung | ca. 20 Std./Jahr |
| Dokumentation und Maßnahmenverfolgung | ca. 14 Std./Jahr |
| Beratung und Abstimmung | ca. 12 Std./Jahr |
| Überprüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation | ca. 10 Std./Jahr |
| Zeitreserve für laufende brandschutzfachliche Fragestellungen | ca. 10 Std./Jahr |
| Gesamt: | ca. 76 Stunden im ersten Betreuungsjahr |
Hinweis zum Zeitumfang: Die angegebenen Stunden bilden die kalkulatorische Grundlage dieses Praxisbeispiels. Sie stellen kein festes Stundenkontingent dar. Der tatsächliche Aufwand kann sich abhängig von betrieblichen Veränderungen und konkreten Fragestellungen verschieben.
Warum benötigt eine Dialyseeinrichtung diesen Betreuungsumfang?
Eine ambulante Dialyse unterscheidet sich wesentlich von einem klassischen Büro-, Verkaufs- oder Freizeitbetrieb. Patienten halten sich regelmäßig über mehrere Stunden in der Einrichtung auf und befinden sich während dieser Zeit in medizinischer Behandlung.
Für die Brandschutzorganisation bedeutet dies, dass eine mögliche Alarmierung oder Räumung nicht ausschließlich anhand der Anzahl anwesender Personen betrachtet werden kann. Entscheidend ist auch, in welcher Behandlungssituation sich die Patienten befinden und welche Unterstützung im Ernstfall erforderlich sein kann.
Die organisatorischen Maßnahmen müssen deshalb sinnvoll mit den medizinischen Betriebsabläufen abgestimmt werden. Dazu gehören insbesondere klare Zuständigkeiten, Alarmierungswege, das Verhalten der Beschäftigten und die Organisation einer möglichen Räumung.
Auch technische und räumliche Veränderungen können Auswirkungen auf den betrieblichen Brandschutz haben. Neue Behandlungsplätze, Veränderungen der Raumaufteilung, zusätzliche technische Einrichtungen oder geänderte Betriebsabläufe sollten deshalb in die laufende brandschutzfachliche Betreuung einbezogen werden.
Gerade bei einer medizinischen Einrichtung ist es wichtig, dass Brandschutzmaßnahmen nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern mit den tatsächlichen Abläufen des Betriebs funktionieren.
Enthalten
✓ laufende brandschutzfachliche Beratung
✓ regelmäßige Brandschutzbegehungen
✓ Prüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation
✓ Betrachtung der Räumungsorganisation im Rahmen der übertragenen Aufgaben
✓ Dokumentation festgestellter Punkte
✓ Nachverfolgung vereinbarter Maßnahmen
✓ Abstimmung mit den betrieblich Verantwortlichen
✓ Berücksichtigung betrieblicher Veränderungen
✓ Zeitreserve für kurzfristige brandschutzfachliche Fragestellungen
Nicht automatisch enthalten
Die laufende Betreuung ersetzt nicht automatisch zusätzliche Projekt- oder Einzelleistungen. Je nach Einrichtung können beispielsweise gesondert erforderlich sein:
○ vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung von Flucht- und Rettungsplänen
○ vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung einer Brandschutzordnung
○ detaillierte Ausarbeitung zusätzlicher Räumungs- oder Evakuierungskonzepte
○ zusätzliche umfangreiche Projektleistungen außerhalb der laufenden Betreuung
○ Brandschutzhelfer-Ausbildungen und weitere Schulungen
○ Leistungen aufgrund größerer baulicher, technischer oder betrieblicher Veränderungen
Wichtig: Dies ist eine Beispielkalkulation
Die dargestellten 790 € netto pro Monat sind kein allgemeingültiger Pauschalpreis für Dialyseeinrichtungen.
Die Kalkulation orientiert sich an einer ambulanten Dialyseeinrichtung mit einem Standort, etwa 500 bis 1.000 m² Fläche und 26 bis 40 Dialyseplätzen.
Der tatsächliche Betreuungsaufwand kann abhängig von Gebäude, Anzahl der gleichzeitig behandelten Patienten, räumlicher Gestaltung, technischer Ausstattung, vorhandenen Brandschutzunterlagen, Räumungsorganisation und den konkret übertragenen Aufgaben niedriger oder höher ausfallen.
Auch die baurechtliche Einordnung einer Dialyseeinrichtung muss anhand des konkreten Gebäudes und seiner genehmigten Nutzung beurteilt werden.
Vor einer Beauftragung wird der erforderliche Betreuungsumfang deshalb individuell betrachtet und kalkuliert.
PRAXISBEISPIEL 5
Verwaltung mit mehreren Gebäuden und Standorten
Dieses Beispiel basiert auf einer tatsächlich kalkulierten Betreuung einer größeren öffentlichen Verwaltung. Der konkrete Auftraggeber wird aus Gründen der Vertraulichkeit nicht genannt. Angaben zu Standorten, Nutzung und Personen wurden für dieses Praxisbeispiel zusammengefasst.
3 Standorte
ca. 350 Beschäftigte
bis zu 50 Besucher
Verwaltung, Lager und Betriebsbereiche
Ausgangssituation
Bei einer größeren Verwaltung mit mehreren Standorten entsteht der Betreuungsaufwand vor allem durch die räumliche und organisatorische Komplexität.
Neben klassischen Büro- und Verwaltungsbereichen gehören in diesem Beispiel auch Lager-, Werkstatt-, Technik- und weitere Funktionsbereiche zum Betrieb. Gleichzeitig müssen brandschutzrelevante Maßnahmen über mehrere Gebäude und Standorte hinweg koordiniert und nachvollziehbar dokumentiert werden.
• mehrere Gebäude an insgesamt drei Standorten
• rund 350 Beschäftigte
• zusätzlicher Besucher- und Publikumsverkehr
• Büro- und Verwaltungsbereiche
• Lager-, Werkstatt- und Garagenbereiche
• Archive und Technikräume
• Küchen und Veranstaltungsbereiche
• bereits vorhandene Brandschutzkonzepte und weitere Brandschutzunterlagen
• Abstimmung mit mehreren betrieblich Verantwortlichen
• standortübergreifende Maßnahmenverfolgung
Beispielkalkulation
890 € netto / Monat
10.680 € netto pro Jahr
Beispielpreis für den dargestellten Betreuungsumfang.
Wie setzt sich die Betreuung zusammen?
| Leistung | kalkulierter Aufwand |
|---|---|
| Grundaufnahme und Prüfung vorhandener Brandschutzunterlagen | ca. 12 Std. |
| Brandschutzbegehungen inkl. Vor- und Nachbereitung | ca. 24 Std./Jahr |
| Dokumentation und Maßnahmenverfolgung | ca. 16 Std./Jahr |
| Beratung und Abstimmung | ca. 12 Std./Jahr |
| Überprüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation | ca. 10 Std./Jahr |
| Zeitreserve für laufende brandschutzfachliche Fragestellungen | ca. 12 Std./Jahr |
| Gesamt: | ca. 86 Stunden im ersten Betreuungsjahr |
Hinweis zum Zeitumfang: Die angegebenen Stunden bilden die kalkulatorische Grundlage dieses Praxisbeispiels. Sie stellen kein festes Stundenkontingent dar. Der tatsächliche Aufwand kann sich abhängig von betrieblichen Veränderungen und konkreten Fragestellungen verschieben.
Warum benötigt eine Verwaltung mit mehreren Standorten diesen Betreuungsumfang?
Bei einer größeren Verwaltung ist nicht allein die Zahl der Beschäftigten entscheidend. Ein wesentlicher Kostentreiber dieses Beispiels ist die Verteilung der betrieblichen Bereiche auf mehrere Gebäude und Standorte.
Jeder Standort muss im Rahmen der übertragenen Aufgaben brandschutzfachlich betrachtet werden. Festgestellte Maßnahmen müssen dokumentiert, Verantwortlichkeiten geklärt und deren Umsetzung nachvollzogen werden.
Hinzu kommt, dass sich die Nutzung nicht auf klassische Büroarbeitsplätze beschränkt. Archive, Lager, Garagen, Werkstätten, Küchen, Veranstaltungs- und Technikräume bringen unterschiedliche brandschutzrelevante Fragestellungen mit sich.
Auch vorhandene Brandschutzkonzepte, Brandschutzordnungen sowie Flucht- und Rettungspläne müssen bei Veränderungen des Betriebs berücksichtigt werden. Neue Nutzungen, Umbauten, organisatorische Änderungen oder festgestellte Abweichungen können deshalb zusätzliche Abstimmungen erforderlich machen.
Die laufende Betreuung schafft hier vor allem eine zentrale brandschutzfachliche Schnittstelle, über die Maßnahmen standortübergreifend koordiniert und begleitet werden können.
Enthalten
✓ laufende brandschutzfachliche Beratung
✓ Betreuung der vereinbarten Gebäude und Standorte
✓ regelmäßige Brandschutzbegehungen
✓ Prüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation
✓ Prüfung vorhandener Brandschutzunterlagen im Rahmen der Betreuung
✓ Dokumentation festgestellter Punkte
✓ Nachverfolgung vereinbarter Maßnahmen
✓ Abstimmung mit den betrieblich Verantwortlichen
✓ Berücksichtigung betrieblicher und organisatorischer Veränderungen
✓ Zeitreserve für kurzfristige brandschutzfachliche Fragestellungen
Nicht automatisch enthalten
Die laufende Betreuung ersetzt nicht automatisch zusätzliche Projekt- oder Einzelleistungen. Je nach Betrieb können beispielsweise gesondert erforderlich sein:
○ vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung von Flucht- und Rettungsplänen
○ vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung einer Brandschutzordnung
○ weitergehende fachliche Bewertungen besonderer Anlagen oder Gefahrstoffe
○ zusätzliche umfangreiche Projektleistungen außerhalb der laufenden Betreuung
○ Brandschutzhelfer-Ausbildungen und weitere Schulungen
○ Leistungen aufgrund größerer baulicher oder betrieblicher Veränderungen
Wichtig: Dies ist eine Beispielkalkulation
Die dargestellten 890 € netto pro Monat sind kein allgemeingültiger Pauschalpreis für Verwaltungen.
Die Kalkulation basiert auf einer tatsächlich kalkulierten Betreuung einer vergleichbaren Organisation mit mehreren Gebäuden an drei Standorten, rund 350 Beschäftigten, zusätzlichem Publikumsverkehr sowie unterschiedlichen Büro-, Lager-, Werkstatt- und Funktionsbereichen.
Der tatsächliche Betreuungsaufwand kann abhängig von Anzahl und Größe der Standorte, Gebäudenutzung, vorhandenen Brandschutzunterlagen, betrieblichen Besonderheiten und den konkret übertragenen Aufgaben niedriger oder höher ausfallen.
Vor einer Beauftragung wird der erforderliche Betreuungsumfang deshalb individuell betrachtet und kalkuliert.
PRAXISBEISPIEL 6
Kleine Kfz-Werkstatt mit freiwilliger Brandschutzbetreuung
Dieses Beispiel orientiert sich an einem kleineren Kfz-Handwerksbetrieb mit eigener Werkstatt. Anders als bei den größeren Praxisbeispielen besteht hier nicht automatisch allein aufgrund der Betriebsgröße oder Mitarbeiterzahl die Notwendigkeit, einen Brandschutzbeauftragten zu bestellen.
Der Betrieb möchte dennoch einen festen brandschutzfachlichen Ansprechpartner nutzen und die eigene Brandschutzorganisation regelmäßig überprüfen lassen.
1 Standort
12 Mitarbeitende
3 Hebebühnen
Kfz-Werkstatt
Ausgangssituation
Auch ein kleiner Handwerksbetrieb kann brandschutzrelevante Bereiche und Tätigkeiten aufweisen. In einer Kfz-Werkstatt gehören dazu beispielsweise Werkstatt- und Lagerbereiche, elektrische Anlagen sowie je nach Tätigkeit der Umgang mit Kraftstoffen, Ölen, Aerosolen, brennbaren Flüssigkeiten oder Arbeiten mit erhöhter Brandgefährdung.
Aufgrund der überschaubaren Betriebsgröße ist jedoch in der Regel ein deutlich geringerer laufender Betreuungsaufwand erforderlich als bei großen Verwaltungsstandorten, medizinischen Einrichtungen oder Betrieben mit umfangreichem Publikumsverkehr.
Für dieses Beispiel wird deshalb eine schlanke laufende Betreuung kalkuliert.
• kleiner Betrieb mit 12 Mitarbeitenden
• ein überschaubarer Werkstattstandort
• drei Kfz-Hebebühnen
• Werkstatt-, Lager- und Nebenbereiche
• mögliche Brandgefährdungen durch typische Werkstattarbeiten und Betriebsstoffe
• kein ausgeprägter Publikumsverkehr
• überschaubare betriebliche Organisationsstruktur
Beispielkalkulation
190 € netto / Monat
2.280 € netto pro Jahr
Beispielpreis für den dargestellten Betreuungsumfang.
Wie setzt sich die Betreuung zusammen?
| Leistung | kalkulierter Aufwand |
|---|---|
| Grundaufnahme und Prüfung vorhandener Brandschutzunterlagen | ca. 3 Std. |
| Brandschutzbegehungen inkl. Vor- und Nachbereitung | ca. 6 Std./Jahr |
| Dokumentation und Maßnahmenverfolgung | ca. 3 Std./Jahr |
| Beratung und Abstimmung | ca. 3 Std./Jahr |
| Überprüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation | ca. 3 Std./Jahr |
| Zeitreserve für laufende brandschutzfachliche Fragestellungen | ca. 3 Std./Jahr |
| Gesamt: | ca. 21 Stunden im ersten Betreuungsjahr |
Hinweis zum Zeitumfang: Die angegebenen Stunden bilden die kalkulatorische Grundlage dieses Praxisbeispiels. Sie stellen kein festes Stundenkontingent dar. Der tatsächliche Aufwand kann sich abhängig von betrieblichen Veränderungen und konkreten Fragestellungen verschieben.
Braucht eine kleine Kfz-Werkstatt überhaupt einen Brandschutzbeauftragten?
Nicht jeder kleine Handwerksbetrieb muss automatisch einen Brandschutzbeauftragten bestellen. Allein aus der Beschäftigung von zwölf Mitarbeitenden oder dem Betrieb einer Kfz-Werkstatt ergibt sich keine allgemeingültige Pflicht.
Ob ein Brandschutzbeauftragter erforderlich ist, kann sich unter anderem aus besonderen Rechtsvorschriften, behördlichen oder genehmigungsrechtlichen Vorgaben sowie aus der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung ergeben.
Unabhängig von einer Verpflichtung kann sich ein Unternehmen jedoch freiwillig für eine externe brandschutzfachliche Betreuung entscheiden.
Warum kann eine freiwillige Betreuung trotzdem sinnvoll sein?
Gerade kleinere Betriebe verfügen häufig nicht über eine eigene Fachperson, die sich kontinuierlich mit dem organisatorischen Brandschutz beschäftigt.
Ein externer Brandschutzbeauftragter kann hier als fester Ansprechpartner unterstützen, regelmäßig einen fachlichen Blick auf den Betrieb werfen und dabei helfen, Veränderungen oder mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.
Bei einer Kfz-Werkstatt können beispielsweise Veränderungen an Arbeitsbereichen, Lagerung von Betriebsstoffen, Flucht- und Rettungswegen, Feuerlöscheinrichtungen oder betrieblichen Abläufen brandschutzrelevant sein.
Die freiwillige Betreuung bedeutet dabei nicht, dass ein kleiner Betrieb denselben Betreuungsumfang benötigt wie ein großes Unternehmen. Der Leistungsumfang kann entsprechend der tatsächlichen Betriebsstruktur deutlich schlanker gestaltet werden.
Enthalten
✓ laufende brandschutzfachliche Beratung
✓ regelmäßige Brandschutzbegehungen
✓ Prüfung der betrieblichen Brandschutzorganisation
✓ Dokumentation festgestellter Punkte
✓ Nachverfolgung vereinbarter Maßnahmen
✓ Abstimmung mit dem Betriebsverantwortlichen
✓ Berücksichtigung betrieblicher Veränderungen
✓ Zeitreserve für kurzfristige brandschutzfachliche Fragestellungen
Nicht automatisch enthalten
Die laufende Betreuung ersetzt nicht automatisch zusätzliche Projekt- oder Einzelleistungen. Je nach Betrieb können beispielsweise gesondert erforderlich sein:
○ vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung von Flucht- und Rettungsplänen
○ vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung einer Brandschutzordnung
○ weitergehende fachliche Bewertungen besonderer Anlagen oder Gefahrstoffe
○ zusätzliche umfangreiche Projektleistungen außerhalb der laufenden Betreuung
○ Brandschutzhelfer-Ausbildungen und weitere Schulungen
○ Leistungen aufgrund größerer baulicher oder betrieblicher Veränderungen
Wichtig: Dies ist eine Beispielkalkulation
Die dargestellten 190 € netto pro Monat sind kein allgemeingültiger Pauschalpreis für Kfz-Werkstätten oder Handwerksbetriebe.
Die Kalkulation orientiert sich an einem kleinen Betrieb mit einem Standort, zwölf Mitarbeitenden, drei Kfz-Hebebühnen und einer insgesamt überschaubaren betrieblichen Struktur.
Dieses Beispiel zeigt bewusst eine einfache Betriebsstruktur mit kurzen Abstimmungswegen und einem begrenzten laufenden Betreuungsbedarf. Zusätzliche Standorte, umfangreiche Dokumentation, größere organisatorische Mängel oder ein erhöhter Beratungsbedarf können den erforderlichen Betreuungsumfang und damit auch die Kosten deutlich verändern.
Auch wenn für einen Betrieb keine Verpflichtung zur Bestellung eines Brandschutzbeauftragten besteht, kann eine freiwillige externe Brandschutzbetreuung sinnvoll vereinbart werden.
Vor einer Beauftragung wird der erforderliche Betreuungsumfang deshalb immer individuell betrachtet und kalkuliert.
Kostenbeispiele im direkten Vergleich
Die sechs Praxisbeispiele zeigen, wie unterschiedlich der Betreuungsaufwand eines externen Brandschutzbeauftragten ausfallen kann. Entscheidend ist nicht allein die Größe eines Unternehmens. Nutzung, Personenaufkommen, Anzahl der Standorte, betriebliche Risiken und organisatorische Anforderungen beeinflussen den tatsächlichen Aufwand.
Kleine Kfz-Werkstatt
12 Mitarbeitende · 3 Hebebühnen
Schlanke freiwillige Brandschutzbetreuung für einen kleinen und überschaubaren Handwerksbetrieb.
190 € netto / Monat
2.280 € netto / Jahr
Supermarkt
800 bis 1.500 m² · unter 20 Mitarbeitende
Laufende Betreuung eines Verkaufsbetriebs mit regelmäßigem Kundenverkehr sowie Lager- und Nebenbereichen.
390 € netto / Monat
4.680 € netto / Jahr
Tagungshotel
31 bis 49 Zimmer · Restaurant- und Tagungsbetrieb
Brandschutzfachliche Betreuung eines Hotels mit wechselnden Übernachtungsgästen, Veranstaltungsbereichen und Gastronomie.
490 € netto / Monat
5.880 € netto / Jahr
Funsporthalle
1.000 bis 3.000 m² · 300+ Besucher
Betreuung eines Freizeitbetriebs mit hohem und wechselndem Besucheraufkommen sowie besonderen Anforderungen an die Räumungsorganisation.
590 € netto / Monat
7.080 € netto / Jahr
Dialyse
26 bis 40 Dialyseplätze · 500 bis 1.000 m²
Brandschutzfachliche Betreuung einer medizinischen Einrichtung mit zahlreichen Patienten in laufenden mehrstündigen Behandlungen.
790 € netto / Monat
9.480 € netto / Jahr
Verwaltung mit mehreren Standorten
3 Standorte · ca. 350 Beschäftigte
Betreuung mehrerer Gebäude mit Büro-, Lager-, Werkstatt-, Technik- und weiteren Funktionsbereichen.
890 € netto / Monat
10.680 € netto / Jahr
Was zeigen diese Beispiele?
In den dargestellten Praxisbeispielen reicht die Kalkulation von 190 € bis 890 € netto pro Monat. Diese Spanne ist keine allgemeine Preisliste, sondern zeigt, wie unterschiedlich der erforderliche Betreuungsumfang bei verschiedenen Betriebsstrukturen ausfallen kann.
Welcher Aufwand für Ihr Unternehmen tatsächlich erforderlich ist, wird deshalb individuell anhand Ihrer betrieblichen Gegebenheiten ermittelt.
Wie berechnen wir die Kosten für Ihr Unternehmen?
Ein seriöser Betreuungsumfang lässt sich nicht allein anhand der Mitarbeiterzahl oder der Quadratmeter bestimmen. Für die Kalkulation betrachten wir die tatsächliche Betriebsstruktur und die Aufgaben, die im Rahmen der Betreuung übernommen werden sollen.
1. Gebäude und Standorte
Wir betrachten Anzahl, Größe und Struktur der zu betreuenden Gebäude und Betriebsstätten.
2. Nutzung
Ein Büro stellt andere Anforderungen an die Brandschutzorganisation als beispielsweise ein Hotel, eine Werkstatt, eine medizinische Einrichtung oder ein Betrieb mit hohem Publikumsverkehr.
3. Personen und Betriebsabläufe
Beschäftigte, Kunden, Gäste oder Patienten sowie wechselnde Belegungszahlen können den organisatorischen Betreuungsbedarf beeinflussen.
4. Besondere Bereiche und Risiken
Lager, Werkstätten, Küchen, technische Anlagen, Behandlungsbereiche oder andere besondere Nutzungen werden bei der Kalkulation berücksichtigt.
5. Vorhandene Brandschutzorganisation
Wir betrachten unter anderem vorhandene Brandschutzunterlagen, organisatorische Strukturen, bisherige Begehungen und bestehende Maßnahmen.
6. Tatsächlicher Betreuungsumfang
Aus diesen Informationen ergibt sich, wie häufig Begehungen, Beratungen, Abstimmungen, Dokumentationen und Maßnahmenverfolgungen voraussichtlich erforderlich sind.
Das Ergebnis ist keine pauschale Standardleistung, sondern eine Betreuung, die zur tatsächlichen Struktur Ihres Unternehmens passt.
Häufige Fragen zu den Kosten eines externen Brandschutzbeauftragten
Was kostet ein externer Brandschutzbeauftragter pro Monat?
Einen allgemeingültigen Monatspreis gibt es nicht. In unseren dargestellten Praxisbeispielen liegen die Kosten zwischen 190 € und 890 € netto pro Monat. Dabei handelt es sich ausdrücklich um Beispielkalkulationen für unterschiedliche Unternehmensstrukturen und nicht um eine allgemeine Preisliste.
Der tatsächliche Preis richtet sich nach dem erforderlichen Betreuungsumfang Ihres Unternehmens.
Warum unterscheiden sich die Kosten so stark?
Der Aufwand hängt nicht allein von der Größe eines Betriebs ab. Anzahl und Nutzung der Gebäude, Personenaufkommen, besondere Betriebsbereiche, vorhandene Brandschutzunterlagen, organisatorische Anforderungen und die übernommenen Aufgaben können erhebliche Unterschiede verursachen.
Ein kleiner Handwerksbetrieb mit einem Standort benötigt deshalb normalerweise einen anderen Betreuungsumfang als eine medizinische Einrichtung oder eine Organisation mit mehreren Betriebsstätten.
Sind Brandschutzbegehungen im monatlichen Preis enthalten?
Bei den auf dieser Seite dargestellten Beispielkalkulationen sind regelmäßige Brandschutzbegehungen im kalkulierten Betreuungsumfang berücksichtigt.
Wie häufig Begehungen für ein konkretes Unternehmen sinnvoll oder erforderlich sind, hängt von der jeweiligen Betriebsstruktur und dem vereinbarten Leistungsumfang ab.
Sind Flucht- und Rettungspläne und Brandschutzordnungen im Preis enthalten?
Die laufende Betreuung beinhaltet nicht automatisch die vollständige Neuerstellung oder umfangreiche Überarbeitung von Flucht- und Rettungsplänen, Brandschutzordnungen oder vergleichbaren Projektleistungen.
Sind solche Arbeiten erforderlich, werden sie abhängig vom tatsächlichen Umfang gesondert betrachtet und angeboten.
Muss jedes Unternehmen einen Brandschutzbeauftragten bestellen?
Nein. Es besteht keine allgemeine Verpflichtung, nach der jedes Unternehmen unabhängig von Größe und Nutzung einen Brandschutzbeauftragten bestellen muss.
Ob ein Brandschutzbeauftragter erforderlich ist, kann sich unter anderem aus Rechtsvorschriften, behördlichen oder genehmigungsrechtlichen Vorgaben sowie aus der konkreten betrieblichen Situation ergeben.
Mehr dazu: Wann ist ein Brandschutzbeauftragter Pflicht?
Kann ich einen externen Brandschutzbeauftragten auch freiwillig beauftragen?
Ja. Auch wenn keine Verpflichtung zur Bestellung besteht, kann ein Unternehmen freiwillig eine externe brandschutzfachliche Betreuung vereinbaren.
Das kann insbesondere für kleinere Unternehmen sinnvoll sein, die keinen eigenen Brandschutzbeauftragten beschäftigen möchten, aber einen festen fachlichen Ansprechpartner für den betrieblichen Brandschutz wünschen.
Wie erfahre ich, was die Betreuung meines Unternehmens kostet?
Für eine erste Einschätzung benötigen wir grundlegende Angaben zu Ihrem Unternehmen. Dazu gehören insbesondere Betriebsart, Anzahl der Standorte, Gebäudegröße, Beschäftigten- und Personenzahlen sowie besondere Nutzungsbereiche.
Auf dieser Grundlage kann der voraussichtliche Betreuungsbedarf eingeordnet werden. Für ein konkretes Angebot werden anschließend die tatsächlich zu übertragenden Aufgaben und betrieblichen Gegebenheiten berücksichtigt.
Fachlich verantwortet von Pierre Pötzl
Das gesamte Leistungsangebot steht unter der fachlichen Verantwortung von Pierre Pötzl.
Notfallsanitäter, Brandschutzbeauftragter und Lehrbeauftragter für Erste Hilfe mit über 20 Jahren Erfahrung in Einsatzpraxis, Ausbildung und betrieblicher Notfallorganisation.
Fachliche Grundlagen und Quellen
DGUV Information 205-003
Aufgaben, Qualifikation, Ausbildung und Bestellung von Brandschutzbeauftragten
Arbeitsschutzgesetz, insbesondere § 5
Beurteilung der Arbeitsbedingungen und Ermittlung erforderlicher Arbeitsschutzmaßnahmen
Arbeitsstättenverordnung
Gefährdungsbeurteilung, Sicherheitseinrichtungen, Brandschutz und Unterweisung der Beschäftigten
Bayerische Bauordnung, Art. 2 Abs. 4 – u. a. Sonderbauten und Beherbergungsstätten mit mehr als 30 Betten.
Bayerische Beherbergungsstättenverordnung – gilt für Beherbergungsstätten mit mehr als 30 Gastbetten.
Bayerische Versammlungsstättenverordnung – unter anderem Versammlungsräume mit mehr als 200 Besuchern.
Was kostet ein externer Brandschutzbeauftragter für Ihr Unternehmen?
Die Praxisbeispiele geben Ihnen eine erste Orientierung. Für ein konkretes Angebot betrachten wir Ihre tatsächliche Betriebsstruktur und den erforderlichen Betreuungsumfang.
Teilen Sie uns kurz mit, welche Standorte, Gebäude und Nutzungen betreut werden sollen. Anschließend erhalten Sie eine individuelle Einschätzung für Ihr Unternehmen.
Individuell kalkuliert · nachvollziehbarer Leistungsumfang · fester Ansprechpartner